von Arnd Baumann und Stephan Frings |
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Originalpublikationen sind nach einem bestimmten, jedoch gleichbleibenden Schema aufgebaut. Jedes Manuskript beginnt mit einer Zusammenfassung des Inhalts. Es folgt eine Einleitung in das Thema der Arbeit, an die sich der Ergebnisteil und die Diskussion anschließt. Zu jeder Veröffentlichung gehört ebenso ein Material & Methodenteil sowie eine Zusammenstellung der zitierten Arbeiten. |
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Gliederung einer Originalpublikation Zusammenfassung (Abstract) Einleitung (Introduction) Ergebnisse (Results) Diskussion (Discussion) Methoden (Materials & Methods) Literaturzitate (References) |
Die einzelnen Abschnitte einer Originalpublikation erfüllen - wie der nebenstehenden Liste zu entnehmen ist - bestimmte Kriterien. Jeder Autor eines Papers ist aufgefordert das Manuskript so abzufassen, daß es der "Norm" entspricht. Bei der Abfassung der ersten eigenen Veröffentlichung ist gerade die straffe, vorgegebene Gliederung von Vorteil! |
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Abstract: Gibt eine kurze Einführung in das Thema und fasst die Ergebnisse, die in der Arbeit beschrieben werden, zusammen. Introduction: Gibt einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Forschung und beschreibt die Fragestellung, die in der Veröffentlichung bearbeitet wird. Results: Beschreibt die Ergebnisse, die bei der Bearbeitung der Fragestellung erhalten wurden. Die Ergebnisse werden durch Original-abbildungen dokumentiert. Discussion: Wertet die erhaltenen Ergebnisse und ordnet sie in einen größeren Kontext durch Vergleich mit anderen Veröffentlichungen zum Thema ein. In der Diskussion werden Ziele/Ideen für zukünftige Arbeiten skizziert. Materials & Methods: Beschreibt detailliert die verwendeten Methoden, so daß andere Arbeitsgruppen die Experimente wiederholen können. |
Als Beispiel für eine Originalpublikation wird das Manuskript von: Chen, C. & Okayama, H. (1987) "High-efficiency transformation of mammalian cells by plasmid DNA" Mol. Cell. Biology 7, 2745-2752 verwendet. In dieser Arbeit werden Parameter getestet, die die Transformations-Effizienz eukaryontischer Zellen mit Fremd-Genen beeinflussen. Die Autoren haben gefunden, daß neben der zur Transfektion eingesetzten Plasmid-Menge, der pH-Wert des Transfektionsmediums, die Puffer-Zusammensetzung aber auch das verwendete Medium einen deutlichen Effekt auf die Anzahl transfizierter Zellen hat. Die Untersuchungen wurden an mehreren Zelllinien durchgeführt. Die beschriebene Technik wird heute von vielen Arbeitsgruppen, die Gene heterolog exprimieren und funktionell untersuchen wollen, zur transienten und stabilen Transfektion benutzt. Erkärungen zum Begriff Transfektion sind in der Vorlesung Moderne Methoden in der Zellbiologie zu finden. |
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Für das wissenschaftliche Arbeiten ist es wichtig, ständig auf dem neuesten Stand der Literatur zu sein. Dies wird dadurch erreicht, daß die Datenbanken (s.o.) mit Stichworten durchsucht werden, die das eigene Arbeitsgebiet abdecken. Die Literatur-Recherchen sollten regelmäßig, bspw. alle 2 Wochen durchgeführt werden. Verschiedene Verlage bieten auch eine sog. Alert-Funktion an. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit neue Veröffentlichungen nach Autor oder Thema sortiert angezeigt zu bekommen. |