von Arnd Baumann und Stephan FringsI. Irrtum, Fälschung und Betrug in der Wissenschaft (INHALT) |
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| Vorsätzliche Täuschung |
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Vorsätzliche Täuschung im Kleinen
Ein Biochemiker mißt die Aktivität eines Enzyms und erwartet eine lineare Abhängigkeit innerhalb eines bestimmten Bereiches der ATP-Konzentration. Nur ein Punkt fällt aus der Reihe. Der Forscher denkt: "Da habe ich wohl etwas ungenau pipettiert..." und verschiebt den Punkt bis zur erwarteten Linie. Er macht sich der vorsätzlichen Täuschung schuldig. Dieser Vorgang wird oft verharmlosend "Glätten" bezeichnet, ist aber - wenn die Daten veröffentlicht werden - eine Täuschung. |
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Vorsätzliche Täuschung im Großen
Ein Beispiel aus dem Fall Herrmann/Brach, dem wohl größten Betrugsfall in den letzten Jahren. Schon eine oberflächliche Untersuchung dieser Autoradiogramme zeigt die Datenfälschung: Das Bild ist aus gleichen Abbildungsteilen zusammengesetzt worden, die hier durch Rahmen gekennzeichnet sind. Die nebeneinander angeordneten Dreiergruppen von Banden bei Protein 2 zB sind identisch, sollen jedoch unter verschiedenen experimentellen Bedingungen gewonnen worden sein. Die gleiche Dreiergruppe taucht bei Protein 3 wieder auf, obwohl sie von einem ganz anderen Protein stammen sollen. Aus dem Abschlußbericht der Task Force F.H. der Deutschen Forschungsgemeinschaft vom 6.Juni 2000 (PDF) |
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