Vorlesung:
Grundlegende Fertigkeiten für die wissenschaftliche Arbeit

von Arnd Baumann und Stephan Frings

IV. Wissenschaftliche Dokumentation    (INHALT)
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Das Laborjournal: Übersicht - Planung - Gedächtnis - Rechtfertigung HIGHRES 74 kByte

Im Laborjournal werden die täglich anfallenden Experimente geplant und protokolliert. Laborjournale stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Dokumentation: Sie enthalten wichtige Details zu Experimenten sowie Originaldaten und Verweise auf die Archivierung von Versuchergebnissen. Laborjournale dienen auch der Rechtfertigung des Wissenschaftlers, denn sie dokumentieren Entwicklung und Durchführung seiner Forschungsarbeit. Die Journale sollen übersichtlich angelegt und als wichtiges Dokument behandelt werden. Laborjournale werden in fest gebundenen Kladden, nicht in Ringbüchern oder Heftern geführt. Die Seiten werden fortlaufend numeriert und mit Tinte (nicht Bleistift) beschrieben. Laborjournale gehören nicht dem Wissenschaftler sondern dem Institut; sie müssen nach Ausscheiden eines Mitarbeiters im Institut für 10 Jahre aufbewahrt werden.
 
Siehe Abschnitt 4 in Regeln zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Max-Planck-Gesellschaft (pdf).
 
Muster einer Seite im Laborjournal
 
Seitenzahl: Die durchgehende Numerierung der Seiten erleichtert Querverweise auf Inhalte des Laborjournals und dokumentiert die durchgängige Führung des Arbeitsprototkolls.
 
Datum: Wichtig für Querverweise aus Versuchprotokollen und Datenarchiven.
 
Überschrift: Erleichtert das Verständnis des Inhalts und das Wiederfinden von Versuchen
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Lösungen: Zusammensetzung der Versuchslösung, Querverweise auf separat geführte Lösungsbücher (zB durch Lösungscodes; hier VLE7 für Versuchslösung Exemplase, Typ 7).
 
Berechnung der eingewogenen Substanzmengen, mit Informationen über die Substanz. Am besten klebt man das Etikett der Substanzflasche ein; wenigstens aber sollten Infos über die wichtigsten Daten registriert werden (Lot-Nr., Molekulargewicht, Reinheitsgrad, Wassergehalt).
 
Stammlösungen: Herstellung, Verdünnungen, Volumina
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Rohdaten: Originale oder Kopien von Schreiberausdrucken, Messtabellen, Elektrophorese-Blots, Fotos von Gelen, Ausdrucke von Daten aus dem Rechner etc.
 
Archivierung: Hier müssen folgende Angaben eingetragen werden:
 
Name des Experiments: Hier: cGMPexe001
Mit Hilfe eines eindeutigen Namens kann ein Einzelexperiment identifiziert, archiviert und wiedergefunden werden.
Archivierung von Hardcopies: Hier: Exemplase, cGMP (2001)
Gibt an, wo Versuchprotokoll und dazugehörige Datenblätter abgeheftet sind.
Archivierung von Rechnerdateien: Hier: /exemplase/mai01/cGMPexe001.ext
Genaue Angaben über abgespeicherte Daten: Datenträger, Ordner, Dateiname
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